Die tiefgründige Geschichte Berlins tragen die Mitglieder des Vereins „unter-berlin“ zu Tage. In der Schönhauser Allee...
Die Stadt Stettin (Szczecin) liegt im Nordwestens Polens und ist von Berlin aus mit dem Zug in etwa zwei Stunden...
Im Rahmen einer Reise durch Usbekistan und Turkmenistan hatten zwei unserer Vereinsmitglieder Gelegenheit, einen Blick...
Der Umgang mit NS-Bunkern sorgte in Berlin immer wieder für politischen Zündstoff.
In der kurzen Zeit der Weimarer Republik wurden als interessante unterirdische Bauten vornehmlich Bauwerke der Untergrundbahn errichtet.
Zahlreiche Bahnhöfe der 1930 eröffneten Gesundbrunnen-Neukölln-Bahn („GN-Bahn", heutige U 8) sind aufgrund ihrer Gestaltung durch die berühmten Architekten Peter Behrens und Alfred Grenander im Sinne der klassischen Moderne als Baudenkmäler eingetragen. Die auf der Strecke liegenden interessanten unterirdischen Bauwerke sind im Folgenden von Nord nach Süd aufgelistet.
U-Bahnhof Gesundbrunnen (Wedding):
Durch seine Lage unterhalb der gleichnamigen S-Bahnstation liegt dieser unter Denkmalschutz stehende U-Bahnhof sehr tief. Über dem nördlichen und dem südlichen Ende des Bahnhofes befinden sich jeweils Räume, die von der BVG für Betriebszwecke genutzt wurden. Während des Krieges fanden sie als Luftschutzbunker Verwendung - der südliche ausschließlich für Mitarbeiter der BVG. Der nördliche Teil wurde in den achtziger Jahren notdürftig zu einer Zivilschutzanlage ausgebaut.
Zu besichtigen: Führungen der „Berliner Unterwelten", hier...
Unterirdische Toiletten der zwanziger Jahre am „Gesundbrunnen-Center" (Wedding):
Im Zusammenhang mit dem U-Bahnhof wurde auch die noch erhaltene unterirdische Toilettenanlage gebaut. Die meisten unteridischen Bedürfnisanstalten aus jener Zeit sind in den letzten Jahren verschlossen und durch Toilettenhäuschen der Firma Wall ersetzt worden.
Zu besichtigen: während der üblichen Öffnungszeiten zugänglich.
U-Bahnhof Alexanderplatz (Mitte):
Kreuzungspunkt dreier U-Bahnlinien: der U-2, der U-8 sowie der U-5. Als Verbindungsweg wurde eine Geschäftspassage über dem U-Bahnhof der U-5 angelegt. Von besonderer Bedeutung war der unterirdische Übergang in das vom selben Architekten - Peter Behrens - gebauten Alexanderhaus.
Zu besichtigen: während der Betriebszeiten der BVG
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U-Bahnhof Alexanderplatz |
Keller eines Hochhauses (auch Alex-Bunker genannt):
Vom einem geplanten dritten Bauwerk Behrens’ am Alexanderplatz wurde nur der Keller realisiert, der im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker diente.
Nicht öffentlich zugänglich
Bauvorleistung Richtung Weissensee:
Im unteren Bereich des Bahnhofes gibt es Richtung Norden führende Tunnelstutzen, die für eine geplante U-Bahn nach Weißensee angelegt wurden.
Zu besichtigen: auf „Cabriofahrten" der BVG, hier...
http://www.bvg.de/index.php/de/Bvg/Detail/folder/265/id/650/nb/1
U-Bahnhof Moritzplatz (Kreuzberg):
Bei der Planung der U-Bahn in den zwanziger Jahren wurde die Trasse auf Wunsch des Unternehmers Wertheim über den Moritzplatz verschwenkt, damit die Kunden seines Kaufhauses einen direkten Zugang zur U-Bahn hätten. Beim Bau wurde unterhalb dieser U-Bahnstation ein weiterer U-Bahnhof errichtet. In der Zeit des Nationalsozialismus war das Bauwerk als S-Bahnhof vorgesehen, einer Linie zum Anhalter Bahnhof und Potsdamer Platz führen sollte. Im Zweiten Weltkrieg wurde die untere Station als Luftschutzbunker genutzt.
Nicht öffentlich zugänglich.
Zu besichtigen: Führungen der „Berliner Unterwelten", hier ...
U-Bahnhof Hermannstraße (Neukölln):
Die geplante südliche Endstation der GN-Bahn, der U-Bahnhof Hermannstraße, kam in den dreißiger Jahren nicht zu seiner Realisierung. Umsetzung fand der Tunnel südlich der Leinestraße und auch die „Tunneltrompete". Der eigentliche Bahnhof mit dem Übergang zur S-Bahn wurde damals jedoch nicht, sondern erst in den neunziger Jahren gebaut. Im Zweiten Weltkrieg nutzte man das Bauwerk als Bunker. An einigen Stellen hat die BVG in diesem Bahnhof alte Aufschriften aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar gemacht und mit Glasplatten geschützt.
Zu besichtigen: während der öffentlichen Betriebszeiten zugänglich.
Über dem U-Bahnschacht der U 5 in der Frankfurter Allee wurde Ende der zwanziger Jahre ein Versorgungstunnel eingerichtet, der alle wichtigen Leitungssysteme enthält (mit Ausnahme der Kanalisation).
Nicht öffentlich zugänglich.
Einst führte eine offene U-Bahntrasse in den dreißiger Jahren südlich vom U-Bahnhof Schöneberg aus zu Werkstätten. Diese Trasse wurde in den 30er Jahren für eine Bebauung gedeckelt. Im Zweiten Weltkrieg diente der Tunnel als Luftschutzbunker. Mit dem Bau der Autobahn am Innsbrucker Platz erfolgte eine Abtrennung vom U-Bahnnetz. Die BVG erhielt als Ausgleich ein neues Tunnelstück der U 3 an der Genthiner Straße in Schöneberg
Gelegentlich im Rahmen spezieller Führungen zugänglich.
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