Die tiefgründige Geschichte Berlins tragen die Mitglieder des Vereins „unter-berlin“ zu Tage. In der Schönhauser Allee...
Die Stadt Stettin (Szczecin) liegt im Nordwestens Polens und ist von Berlin aus mit dem Zug in etwa zwei Stunden...
Im Rahmen einer Reise durch Usbekistan und Turkmenistan hatten zwei unserer Vereinsmitglieder Gelegenheit, einen Blick...
Der Umgang mit NS-Bunkern sorgte in Berlin immer wieder für politischen Zündstoff.
In der Zeit von der Reichsgründung 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918 wurde eine Vielzahl bedeutender unterirdischer Bauwerke errichtet, zum Teil im Zusammenhang mit repräsentativen Bauten des Staates und der Kirchen. Damals wurden in Berlin aber auch, nicht zuletzt mit Geldern aus dem Sieg des deutsch- französischen Krieges, die Grundlagen der modernen Stadttechnik und des öffentlichen Nahverkehrs gelegt. Den Hintergrund hierfür bildete der Zustrom tausender Menschen in die neue Hauptstadt und die Entwicklung der Technik, die den Ausbau der großstädtischen Infrastruktur erst möglich machte. Im Bereich der Industriebauten entstanden auf den Höhenzügen von Barnim und Teltow ausgedehnte unterirdische Gär- und Lagerkeller der Brauereien.
Ein Heizungstunnel verband den Reichstag einst mit dem angrenzenden Palais des Reichstagspräsidenten. Die Personen, die den Reichstag 1933 in Brand setzten, sind möglicherweise durch diesen Zugang in das Gebäude eingedrungen. Da der Tunnel unter der Berliner Mauer hindurch führte, wurde er nach 1961 zugemauert. Einen kleiner Abschnitt ist im neuen unterirdischen Wegesystem zwischen den beiden Gebäuden aufgestellt.
Zu besichtigen: bei Hausführungen des deutschen Bundestages, hier...
Der 1894-1905 errichtete Berliner Dom gilt als ein bedeutendes Bauwerk des Historismus in Berlin. Die Gruft ist die Grabstätte der Hohenzollern.
Zu besichtigen: Führungen werden angeboten, hier...
In dem Sockel des 1821 eingeweihten, von Friedrich Schinkel erbauten Denkmals auf dem Kreuzberg lagern bedeutende historische Skulpturen. Im Winter dienen die Gewölbe als Quartier für Fledermäuse.
Zu besichtigen: Führungen werden vom Bezirksamt angeboten
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Skulptur im Kreuzberg-Denkmal |
An der Abzweigung des Mühlengrabens in die Spree wurde als Fundament des „Nationaldenkmals" für Kaiser Wilhelm I ein Stützgewölbe gebaut.
Zu besichtigen: bei Veranstaltungen der Schlossfreiheit e.V.
(Belforter Straße, Prenzlauer Berg):
Als erste moderne Wasserversorgungsanlage Berlins wurden der kleine Wasserspeicher 1853-1856 und der große ab 1871 gebaut. Beide waren zunächst an der Oberfläche errichtet und dann mit Erde überdeckt worden. Ab 1914 nahm man die Anlagen außer Betrieb und verwendete sie als Lagerräume. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der kleine Wasserspeicher zu einem Luftschutzraum umgebaut. Heute betreut das Kulturbüro „Förderband" die Wasserspeicher. Dort finden z.B. im Sommer auf den Raum bezogenen Kulturveranstaltungen statt.
Zu besichtigen: auf den Führungen von „unter-berlin", hier...
Veranstaltungen von Förderbad, hier...
Veranstaltungen der Kryptonale, hier...
In den 1890ern weitsichtig geplantes Wasserwerk mit Langsamsandfiltern und Maschinenhallen. Ein Museum erläutert die Geschichte der Wasserversorgung und der Kanalisation in Berlin.
Führungen möglich, hier...
Angrenzend befindet sich zudem das moderne Wasserwerk Friedrichshagen. Auf den angebotenen Führungen können auch die historischen Langsamsandfilter besichtigt werden.
In den 1870ern erbaute, erste Pumpstation der Berliner Kanalisation, heute Lager für die Originale historischer Skulpturen bzw. Denkmäler aus dem Tiergarten und anderen Teilen Berlins. Von der Berlinischen Galerie betreut.
Zu besichtigen: Führungen möglich
Dieses Bauwerk entlastet die Kanalisation bei starken Regenfällen.
Zu besichtigen: am „Tag der Offenen Tür" der Berliner Wasserbetriebe
Dient der Entlastung der Kanalisation bei starken Regenfällen.
Zu besichtigen: am „Tag der Offenen Tür" der Berliner Wasserbetriebe
Das weitgehend in Vergessenheit geratene Rohrpost-System hatte eine große Zentrale in der Oranienburger Straße. Dort sind jetzt noch die alten Anlagen für Versendung und Empfang der Rohrpost-Kapseln zu sehen.
Zu besichtigen: Untergrund-Stadtrundfahrten von „unter-berlin", hier...
Seminare „Berlin im Untergrund" von „Arbeit und Leben Berlin", hier...
Führung „Faszination Rohrpost" von „Berliner Unterwelten e.V.", hier ...
Von der AEG 1895-1899 gebauter Straßenbahntunnel vom Treptower Park zur Stralauer Halbinsel, der im Schildvortrieb errichtet wurde. Die AEG wollte mit dem Bau dieses Tunnels u.a. zeigen, dass sie in der Lage war, U-Bahntunnel zu bauen. Nachdem der Straßenbahnverkehr im Jahre 1932 eingestellt wurde, nutzte man den Tunnel im Zweiten Weltkrieg für den Luftschutz. In der Nachkriegzeit erfolgte die Zuschüttung der Rampen. Der Name „Tunnelstraße" auf der Halbinsel Stralau erinnert heutzutage an das Bauwerk.
Nicht zugänglich
Erster U-Bahntunnel Kontinentaleuropas. 1895-1897 gebaut und anfangs etwa 270 Meter lang. Mit der Konstruktion dieses Tunnels sollte bewiesen werden, dass der Bau von U-Bahntunneln in Berlin möglich wäre. Während des Zweiten Weltkrieges fand der Tunnel als Luftschutzraum Verwendung.
Zu besichtigen: Untergrund-Stadtrundfahrten von „unter-berlin", hier...
Seminaren „Berlin im Untergrund" von „Arbeit und Leben Berlin" hier...
Mit dem Bau der Gesundbrunnen-Neuköllner U-Bahn („GN-Bahn", heutige U 8) begann die AEG bereits vor dem Ersten Weltkrieg. Zahlreiche bereits vollendete Abschnitte der ursprünglichen Planung wurden aufgrund einer veränderten Konzeption später nicht verwendet. Die „blinden" Tunnel sind im Folgenden von Nord nach Süd aufgelistet.
Tunnelabschnitt im Bereich Weinmeisterstraße (Mitte):
Die AEG hatte ursprünglich geplant, die U-Bahn südwestlich um den Alexanderplatz zu führen. Bei der Realisierung der Strecke wurde dann aber zur besseren Verknüpfung mit anderen Linien eine nordöstlich verlaufende Trasse gebaut. Der ursprüngliche Tunnelabschnitt im Bereich Weinmeisterstraße ist noch vorhanden und wurde als Umspannwerk genutzt. Nicht öffentlich zugänglich.
„Waisentunnel" (Littenstraße, Mitte):
Unter der Littenstraße verläuft ein 700 Meter langer, die Spree unterquerender Tunnel der ursprünglichen GN-Bahn. Das Tunnelstück ist in den Fünfzigern bis zur Abstellanlage der heutigen U 5 verlängert worden und findet als Betriebs- und Überführungsgleis zwischen der Linie 8 und der U 5 Verwendung. Dieser Anbau an den „Waisentunnel" lag darin begründet, dass die DDR einen Verbindungstunnel zwischen „Großprofil"- und „Kleinprofil"-Linien brauchte, um ihre U-Bahnwagen auf DDR-eigenem Gebiet in der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde warten zu können.
Zu besichtigen: auf den „Cabriofahrten" der BVG, hier...
Tunnel unter der Dresdener Straße (Kreuzberg):
Tunnelstück von der Heinrich-Heine-Straße bis unter in die Dresdener Straße kurz vor dem Oranienplatz. Im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzraum genutzt. Nicht öffentlich zugänglich
U-Bahnhof unter der Dresdener Straße (Kreuzberg):
Fast fertiger Rohbau eines U-Bahnhofes unter der Dresdener Straße. Er wurde während des Krieges für den Luftschutz und dann von der Bewag als Umspannwerk genutzt.
Nicht öffentlich zugänglich.
Der 1913 eröffnete U-Bahnhof ging mit einer nicht genutzten Abzweigung für Züge Richtung Friedrichsfelde in Betrieb. Auf dem Mittelgleis befindet sich am Ausgang Richtung Alexanderplatz ein historischer Triebwagen der ehemaligen Schöneberger U-Bahn.
Zu besichtigen: während der Betriebszeiten der BVG
1916 in Betrieb genommener Straßenbahntunnel, der die Straße Unter den Linden unterquerte.
Nicht öffentlich zugänglich
Diese seit 1842 existierende Brauerei war einst die größte in Berlin. Die Architektur Franz Schwechtens, der das Gelände im späten 19. Jahrhundert neu gestaltete, zeugt heute noch eindrucksvoll von der früheren Bedeutung dieses Unternehmens. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die großen Kellergewölbe als Luftschutzräume und für die Produktion von Rüstungsgütern durch Zwangsarbeiter verwendet. Heute wird das Areal von der Kulturbrauerei genutzt - mit Läden, Galerien, Theater, Kino und unterschiedlichsten Veranstaltungsorten.
Zu besichtigen: auf den Untergrund-Stadtrundfahrten von „unter-berlin", hier...
1841 vom Braumeister Pfeffer begründet und somit einer der ersten Betriebe, der im heutigen Prenzlauer Berg untergäriges Bier produzierte. Im Jahre 1919 wurde Pfefferberg von Schultheiss übernommen, zwei Jahre später stellte man die Bierproduktion ein. Danach folgten verschiedene Nutzungen, u.a. als Brotfabrik für die Wehrmacht. Im Zweiten Weltkrieg wurden in den Kellern Zwangsarbeiter zur Rüstungsproduktion gezwungen. Heute verfolgt der Betreiber „Pfefferwerk" das Konzept einer gemischten Nutzung durch soziale Einrichtungen, Dienstleistungsbetriebe, Werkstätten und Handel sowie Gastronomie, Kunst und Kultur.
Zu besichtigen: am Tag des Offenen Denkmals
Ab 1849 errichtete Brauerei, die seit den Zwanzigern als Immobilie für diverse Zwecke genutzt wurde. Im Zweiten Weltkrieg dienten die Keller teilweise als Luftschutzkeller, teilweise zur Produktion von Rüstungsgütern durch Zwangsarbeiter. Zu DDR-Zeiten wurden Champignons in den Gewölben gezüchtet. Heute wird die Brauerei von einer Genossenschaft saniert.
Zu besichtigen: auf den Führungen des Vereines „unter-berlin", hier...
Seminaren „Berlin im Untergrund" von „Arbeit und Leben Berlin", hier...
Die Bötzow-Brauerei wurde in den 1860ern gebaut und 1886 zum Königlichen Hoflieferanten ernannt. 1927 war sie die größte Privatbrauerei im Norden Deutschlands. Nach schweren Kriegsschäden wurde die Produktion 1948 wieder aufgenommen, 1949 aber bereits endgültig eingestellt. Seitdem wird das Areal als Lager genutzt.
Zu besichtigen: auf den Führungen des Vereines „unter-berlin", hier...
Seminare „Berlin im Untergrund" von „Arbeit und Leben Berlin" hier...
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