Der Umgang mit NS-Bunkern sorgte in Berlin immer wieder für politischen Zündstoff.
Ein Bunker der ganz besonderen Art war gerade mehrere Monate lang im Londoner „Barbican“-Kulturzentrum zu bewundern.
Nach einer schier endlosen Wartezeit hat sie endlich den Betrieb aufgenommen: Am 8. August wurde die U-Bahnlinie 55 mit...
Es muss nicht immer Pompeji sein! Wer sich im Süden Italiens befindet, kann auch einen Abstecher nach Herculaneum...
Anlässlich des 70. Jahrestages der Invasion Polens durch deutsche und sowjetische Truppen veranstaltet der Verein „unter-berlin“ am 12. September 2009 eine eintägige historische Exkursion nach Stettin (Szczecin). Die 400 000 Einwohner zählende Hafenstadt blickt mittlerweile auf 800 Jahre Geschichte zurück. Zu ihren Sehenswürdigkeiten gehören das Schloss der Pommerschen Herzöge, das Berliner Tor und das Königstor, das Rote Rathaus, die ungewöhnliche Herz Jesu-Kirche, das Sowjetische Ehrenmal und das große „Solidarność“-Denkmal. Trotz schwerer Kriegszerstörungen wird das Bild der Stadt nach wie vor von der ansehnlichen Architektur des 19. Jahrhunderts bestimmt. Seit 1989 herrscht in Stettin große Aufbruchsstimmung – die Stadt ist ein Tor von Ost nach West. Diverse Initiativen engagieren sich dafür, Brücken zwischen Polen und Deutschland zu bauen.
Unsere Gruppe wird um 09:44 Uhr vom Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen (Alternative: 09:38 ab Hauptbahnhof) aus mit dem Zug fahren und gegen 11:32 Uhr in Stettin eintreffen. Der Einstieg in die Stettiner Geschichte erfolgt dann aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Unter dem Hauptbahnhof liegt ein riesiger NS-Luftschutzbunker, der nach 1945 für den Zivilschutz umgerüstet wurde. Heutzutage befindet sich dort eine interessante Ausstellung, die nicht nur die Geschichte des Bunkers, sondern auch von der Vergangenheit Stettins erzählt. Die Führung durch die ausgedehnten Schutzräume ist ein Geschichtserlebnis der besonderen Art. 2008 erhielt die Anlage einen nationalen Touristik-Preis. Anschließend folgt das Mittagessen in einem Restaurant (wer möchte, kann sich anderweitig verpflegen).
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Danach werden wir auf einer anderthalbstündigen Führung durch das Stadtinnere den Spuren der pommerschen, deutschen, jüdischen, polnischen und sowjetischen Geschichte Stettins folgen. Viele historische Zeichen kunden von der bewegten Vergangenheit der Stadt – vom Ausbau Stettins im 19. Jahrhundert, von der „Machtergreifung“ 1933, vom Widerstand gegen die Nazis, vom Zweiten Weltkrieg, vom Wiederaufbau, vom Aufstand der Arbeiter 1970 und von der „Solidarność“-Bewegung. Zwischendurch werden wir in einem Café eine Pause einlegen. Um 17:53 Uhr ist es dann Zeit, wieder in den Zug zu steigen (wer will, kann natürlich noch länger in Stettin bleiben). Gegen 20:22 Uhr trifft der Zug im Berliner Hauptbahnhof ein.
Kenntnisse der polnischen Sprache sind für die Exkursion nicht nötig. Diese Exkursion, wie sie 2009 durchgeführt wurde, kann für geschlossenen Gruppen ab 10 Personen angefragt werden. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro p.P.. Zusätzlich fallen die Zugfahrt (das Brandenburg-Berlin-Ticket ist empfehlenswert - es kostet 27 Euro und ist für bis zu fünf Personen gültig) und die Verpflegung vor Ort an. Für die Führung durch den Bunker ist warme Kleidung ratsam. Anmeldungen und Rückfragen bitte an info@unter-berlin.de oder telefonisch unter (030) 31 01 73 73.
Niko Rollmann (Erster Vorsitzender „unter-berlin“ e.V.)